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Radrennen in Erlangen

Aktualisiert (Freitag, 12. Juni 2009 um 22:06 Uhr) Sonntag, 01. Juni 2008 um 16:21 Uhr

In der Bodenseegegend gibt es zwar viele schöne Radstrecken, aber praktisch keine Radrennen, sieht man mal von Triathlons oder Megathlons ab. Also muss die alte Heimat herhalten, da ist deutlich mehr geboten. Letztes Jahr das Einzelzeitfahren in Fürth vor den Profis der Deutschlandtour, dieses Jahr ein 72km-Jedermannrennen als Abschluss der Bayernrundfahrt. Mit gemischten Gefühlen bin ich Samstag Abend angereist (danke an Ingrid, die mich von Konstanz im Auto mitgenommen hat) und hab dann vor lauter überschüssiger Kraft beim Zusammenbauen des Rades die Sattelklemme zerlegt. Zum Glück war an Mamas nagelneuem Rad ein passendes Pendant verbaut, so dass dieser Unfall nochmal glimpflich ablief.

Sonntag früh ging es dann gemütlich per Rad nach Erlangen, ideal zum Warmfahren. Dort haben dann meine beiden (einzigen) Fans Natalia und Nafis gewartet, von denen auch die Bilder sind - vielen Dank dafür! Um 11:30 ging es dann los, leider etwas weit hinten, wie sich im Verlauf des Rennens gezeigt hat. Da dies mein erstes Massenstartrennen war, bin ich es am Anfang etwas zurückhaltend angegangen, bei einem Sturz - und da gab es wohl genügend - mit dabei zu sein, macht keinen Spaß. An der ersten Steigung hätte mich dann trotzdem einer fast mitgenommen, aber durch das langsame Tempo ist nichts passiert. In der ersten Runde war noch alles bunt gemischt und ich hab mich von hinten durchs Feld gepflügt. Die Strecke war meiner Meinung nach sehr gut gewählt, ein Anstieg am Anfang nach Rathsberg, dann ein schnelles leicht abfallendes Mittelstück, nochmal ein kleiner Anstieg nach Marloffstein und dann mit Kette rechts nach Spardorf und Richtung Start/Ziel. Gegen Ende der ersten Runde hatte ich dann auch einen passenden Windschatten gefunden. Das hab ich mir eine Runde mit angesehen, dann wurde es mir zu langsam und mit einem kurzen Zwischensprint war ich an der nächsten Gruppe dran. In der haben wir dann in Runde vier eine weitere eingeholt und in Runde fünf die ersten überrundet. Nachdem ich mich noch ganz fit fühlte, hab ich dann am Berg mit zwei anderen einen Ausreißversuch gestartet, der dann auch geglückt ist. Ordentlich flott ging es dann durch die letzte Runde, wo wir den einen oder anderen noch eingesammelt haben. Nach dem Einbiegen auf die Drausnickstraße begann dann das von den Profis bekannte taktieren: Zickzack fahren, mal schneller, mal langsamer und dann am Ende der Sprint ins Ziel. Da bin ich dann auch ganz gut mitgekommen. Am Ende hat es zu Platz 135 unter den Männern gereicht (136 insgesamt). Mit 2:03:44 auch nur knapp 11 Minuten langsamer als der Schnellste. Hätte ich am Anfang eine etwas schnellere Gruppe erwischt - konditionsmäßig wäre das drin gewesen - wäre ich wohl noch etwas weiter vorne gelandet. Aber für das erste Rennen, war das richtig gut. Jetzt wartet als nächstes der Megathlon (wobei das mehr oder weniger ein Einzelzeitfahren werden wird), evtl. Rad am Ring und dann im September "Rund um die Nürnberger Altstadt".