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Rennradfahren in Mallorca 2007

Aktualisiert (Freitag, 12. Juni 2009 um 21:48 Uhr) Dienstag, 27. März 2007 um 23:30 Uhr

Anfang März 2007 hab ich zum ersten Mal seit einigen Jahren wieder einen echten längeren Urlaub eingelegt. Reiseziel war Mallorca. Nein, nicht sonnen und saufen am Ballermann, sondern Rennradfahren. In der Nebensaison beherrschen dort nämlich die Rennradfahrer die Straßen. Wo man auch hinsieht, überall welche. Überwiegen deutsche sogar. Da die Organisation von Radtransport (ich hab natürlich mein eigenes mitgenommen), Hotel, Flug und allem drumherum beliebig mühsam sein kann, hab ich eine Reise bei Diana Sportreisen gebucht. Die haben sich dann um alles gekümmert, Vor-Ort-Fahrradservice inklusive. Allein war ich auch nicht unterwegs, das Zimmer hab ich mir mit Benjamin aus Ravensburg geteilt. Im selben Hotel waren noch Michael, Iris und Gerd aus der Kölner Gegend und Simone aus der bayerischen Hauptstadt München. Verabredet hatten wir uns noch im Herbst im Rennradforum.

Los ging es am 4. März, Sonntag. Mein Arbeitskollege Bernd hat sich erbarmt und seinen Nachmittag damit verbracht, mein Fahrrad und mich nach Friedrichshafen zu fahren. Danke nochmal an dieser Stelle! Dann gings per Charterflug nach Mallorca, Ankunft 20 Uhr, leider etwas zu spät für das Abendbuffet im Hotel Oleander. Aber dafür war das Frühstück am nächsten morgen sehr üppig.Da haben wir dann auch die restlichen unserer Gruppe getroffen, die schon etwas früher angereist waren. Interessant war die Zusammensetzung der Urlauber im Hotel und eigentlich in ganz Arenal (und wahrscheinlich auf ganz Mallorca). Die eine Hälfte waren Rentner und die andere Fahrradfahrer! Nach Gästen, die weder das eine noch das andere waren musste man echt suchen. Ich frage mich nur, was man die ganze Zeit auf Mallorca macht, wenn nicht Fahrradfahren. Für Strand und Meer war es einfach noch zu kalt und nach Wanderspezialisten hat mir die Generation 65+ nicht gerade ausgesehen.

Die nächsten zwei Wochen haben wir dann hauptsächlich mit Fahrradfahren verbracht. Das das nicht ganz so spannend ist, gibts den ganzen Ablauf im Telegrammstil

Montag, 5. März
10 Uhr Treffen mit den Guides von Diana, erste gemütliche Ausfahrt in der Hobbygruppe (zwischen der Tempo- und Plauschgruppe) nach Estanyol; ziemlicher Wind und der erste und letzte Hungerast kurz vor Ende der Tour; 105km
Dienstag, 6. März
Mit ausreichend Nahrung bestückt nette Tour in der Gruppe nach Petra ohne Wind; 116km
Mittwoch, 7. März
Fahrt der "Oleandertruppe" über Orient (540m ü. NN) und Algaida; Teamzeitfahren mitten in Palma; mein linkes Knie macht Zicken; 104km
Donnerstag, 8. März
Regenwolken, naß, kalt und windig; Ausflug nach Palma und Ruhetag
Freitag, 9. März
längere Tour mit der Dianagruppe an die Nordküste nach Can Picafort; am Rückweg Abstecher auf den Randaberg (543m ü. NN); das Knie mag wieder
Samstag, 10. März
geplante Tour nach Andratx die westliche Küstenstraße entlang; leider Reifenschaden nach 30km mit kaputtem Mantel (siehe Bild unten); nur 65km, halber Ruhetag
Sonntag, 11. März
lange Tour nach Port de Pollenca an die Nordküste mit viel Gegenwind; Cap Formentor hab ich mir fürs erste gespart; das links Knie macht Zicken; 174km
Montag, 12. März
Ruhetag mit Faulenzen und Sonnen
Dienstag, 13. März
die Königstour über den Col de Soller (496m), den Col de Puig Major (960m) nach La Callobra runter und wieder hoch (800m); ~2700 Höhenmeter; wohl die schönste Tour von allen; 162km
Mittwoch, 14. März
kurze Tour nach Sineu und zurück, das linke Knie macht immer noch Zicken, der Rest der Gruppe fährt weiter nach Pollenca; 115km
Donnerstag, 15. März
Wieder eine Tour mit der Diana-Hobbygruppe über Orient und Estanyol, diesesmal mit ordentlich Tempo (27,82 km/h im Schnitt); 122km
Freitag, 16. März
Jetzt endlich Cap Formentor, nachdem Benny schon tagelang im Schlaf davon spricht; super Wetter und schöne Tour; 207km
Samstag, 17. März
gemütliche Abschlusstour nach Galilea und Valldemossa; 106km
Sonntag, 18. März
Zeit totschlagen, bis der Flieger um 20 Uhr zurück geht

Abends gab es immer ein üppiges und gutes Büfett im Hotel, das allerdings in der zweiten Woche sehr hähnchenlastig wurde. Danach ging oft die die Tangobar, DER Treffpunkt für die Rennradfahrer zwischen den Balnearios 11 und 9. Man konnte da abends sogar noch gemütlich außen sitzen.