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SWERC 2007 in Lissabon

Aktualisiert (Freitag, 12. Juni 2009 um 22:17 Uhr) Montag, 12. November 2007 um 21:12 Uhr

Alle Jahre wieder ruft der SWERC (Southwestern European Regional Contest, regionaler Ausscheid des ICPC) clevere Informatikstudenten. Dieses Jahr nach Lissabon ins sonnige Portugal. In Erlangen hatte ich als Teilnehmer und Teilzeitcoach schon Erfahrung gesammelt. Logisch also, dass die neugekürte Elite-Uni Konstanz auch mitmischen muss. Das Finden der geeigneten Studenten gestaltete sich nicht ganz so einfach, ein erster Anlauf letztes Jahr war nicht von Erfolg gekrönt. Aber zum Glück (zumindest aus dieser Sicht) hatten wir ja in den letzten beiden Semester die MPI-Vorlesungen (Methoden der Praktischen Informatik) bei der sich allerhand junges Informatikergemüse tummelt. Das ist natürlich die einmalige Gelegenheit die guten Leute gleich direkt abzugreifen. Gesagt getan, schon hatte ich mir sieben Studis geschnappt und es ging im Sommersemester fleißig ans Üben. Dummerweise kommt die für den SWERC wichtige Vorlesung "Algorithmen und Datenstrukturen" in Konstanz nämlich erst im dritten Semester, sprich jetzt. Jeden Dienstag Abend gab es deswegen ein paar Aufgaben zu lösen. Leider haben wir dann während der Sommerferien einen Studi verloren, der lieber den neuen Erstsemestern MPI beibringen wollte. Das hat uns aber zumindest die schwere Auswahl von sechs Teammitgliedern aus sieben Kandidaten erleichtert. Übrig blieben dann Uta (eine der wenigen Frauen, die man beim SWERC sieht), Jonas, Christian, Stephan, Mirco (unser "Quotenschweizer" ;-)) und Florian. Kurz vor Beginn des Semesters gab s dann eine Woche Hardcore-Algorithmen, damit sie nicht ganz auf verlorenem Posten stehen würden. Dann noch ein paar mal bis zum SWERC geübt und dann ging es am 16. November frühmorgens los.

Von Zürich führte uns der Flug in etwas mehr als zwei Stunden direkt nach Lissabon. Erster Aha-Effekt schon im Flugzeug war die Golden-Gate-Brücke. Oder zumindest die Kopie derselbigen aus San Francisco. Der Lissaboner Flughafen ist praktisch mitten in der Stadt, also war eine gute Verkehrsanbindung gesichert. Nur leider ist in Südeuropa die Definition von gut anders als bei uns. Mit Bus, Fähre, Bus haben wir sage und schreibe über drei Stunden vom Flughafen zum Hotel gebraucht. Dafür hat uns dann der Hotelstandort direkt am Strand wenigstens etwas für die Strapazen entschädigt. Zwei Stunden später ist dann auch Ingrid zu uns gestoßen und wir haben gemeinsam den Sonnenuntergang genossen. Abends haben wir dann auch alte Bekannte aus Erlangen getroffen. Zumindest einige kenn ich noch gut, aber es waren auch viele neue dabei. Ist halt doch schon fast zwei Jahre her, dass ich nach Konstanz gegangen bin.

Der Samstag des SWERC-Wochenendes ist traditionell der Anmeldung mit ewigen Wartezeiten, mäßig interessanten Vorträgen und der Practice-Session vorbehalten. Wenigstens barg das kleine Uni-Gelände ein paar Überraschungen, wie eine Kletterwand, geteilte Frauen und Pseudoschwimmbecken. Einziges Highlight war das Dinner am Abend, bei dem es ganz gutes Essen vom Büffet gab.

Sonntag fand dann zu absolut unfreundlicher Zeit, von 9 bis 14 Uhr, der Wettbewerb statt. Als Coach sitzt man die fünf Stunden wie auf Kohlen, vor allem während der letzten Stunde, wo man nicht einmal mehr die aktuellen Abgaben und Platzierungen zu sehen bekommt. Unser erstes Team, die Blackbears, waren am Anfang ganz gut dabei, nach 40 Minuten hatten sie die erste Aufgabe gelöst. Leider blieb das dann auch die einzige Aufgabe, die beide Teams gelöst haben. Die Pathfinders fanden gar keinen grünen Pfad. Da fehlte anscheinend noch die Übung und das Algorithmenwissen. Der Contest war übrigens sehr graphenlastig, Schade, dass ich nicht selber teilnehmen durfte ;-). Die Platzierungen im hinteren Teil der Tabelle taten der Stimmung aber keinen Abbruch. Im Gegenteil es wurden im Laufe des Abends Pläne über einen SWERC-Club und noch mehr Training geschmiedet. Ich lass mich mal überraschen, was das nächste Jahr bringen wird.

Der Montag war dann dem obligatorischen Sightseeing vorbehalten, wann ist man schon mal in Lissabon. Völlig unfair hat sich aber Petrus verhalten. Freitag, Samstag und Sonntag war absolut geniales T-Shirt-Wetter. Und pünktlich zum Montag fing es dann an zu regnen, wie man auf den Bilder gut sieht. Das hat uns aber nicht von unserer Hardcoresightseeingtour durch Lissabon abgehalten. Die Stadt hat viel mehr zu bieten, als man an einem Tag besuchen kann, also mussten wir uns notgedrungen auf die wichtigsten Sehenswürdigkeiten beschränken. Durch den Regen wurde es uns nicht unbedingt einfach gemacht, wie man auf dem einen oder anderen Bild sieht. Lissabon hat übrigens mit San Francisco nicht nur die Brücke gemeinsam sondern auch die Hügel auch wenn die nicht ganz so heftig ausfallen wie in Amiland. Für Seilbahnen reicht es aber allemal. Letzter Höhepunkt war das Abendessen, bei dem es ein dickes Stück Rindfleisch zum Selberbraten auf heißem Stein gab. Leider hatte keiner von uns einen Foto dabei. Nach einer spannenden Runde Carcasonne am Abend im Hotel ging es dann am Dienstag früh leider auch schon wieder zurück in die Heimat.

Die folgenden Bilder sind eine Zusammenstellung von Fotos, die Jonas, Christian, Florian, Ingrid und ich gemacht haben. Außerdem gibt es ein paar kurze Videos: