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OpenSee Vorentscheid im Kula

Aktualisiert (Sonntag, 11. April 2010 um 22:19 Uhr) Sonntag, 11. April 2010 um 21:44 Uhr

Einmal im Jahr findet in Konstanz im Stadtgarten OpenSee statt. Dort spielen vier Band aus der Bodenseegegend. Wer dort dieses Jahr spielen darf wurde am Freitag und Samstag Abend im Kula in zwei Vorentscheiden ermittelt. Jeweils vier Bands traten auf, zwei wurden durch einen Publikumsentscheid und zwei weitere durch eine fünfköpfige Jury ausgewählt.
Freitag ging es mit AnnieOne los, einer Klavierspielerin und Komponentin aus Singen nebst Band. Ich würde die Musikrichtung als eine Mischung aus Tori Amos, Persephone und L'Ame Immortelle beschreiben. Recht nett, aber ohne spezielle Höhen oder Tiefen. Nummer zwei waren Hearts and Knives aus Winterthur. Indie-Rock bei dem mir aber das gewissen Etwas gefehlt hat. Danach wurde es wieder interessanter mit dem Lo Fat Orchestra aus Schaffhausen. Sie spielen Elektro Pop und das ziemlich gut. Das Richtige zum Tanzen für das Publikum. Beendet wurde der Abend mit meinen Favoriten den Gaptones aus Kreuzlingen. Über diese Funk und Soul Band hab ich letzthin schon geschwärmt. Leider war meine Meinung nicht ganz die des Publikums und der Jury, dann ausgewählt wurden AnnieOne und Hearts and Knives.
Samstag hatte ich dann sogar Begleitung von Jasmin, die "bespaßt" werden wollte. Das war eine gute Entscheidung, sie mit zu schleppen, denn bei den ersten beiden Bands kamen wir uns so richtig alt vor und wir konnten zusammen über die zahlreichen Halbwüchsigen lästern. Adrian P. and the Cool Gang sowie Better Than Chocolate von der Reichenau waren typische Teenie-Bands. Was allerdings nur etwas über die Zusammensetzung des Publikums aber nicht über die Qualität aussagt. Denn beiden waren richtig gut, mit Pluspunkten bei Adrian P. and the Cool Gang. Musikrichtung war Indie Rock bzw. Indie Pop. Nachdem die beiden fertig waren wurde es schlagartig leerer und der Alterdurchschnitt stieg merklich an. Die Kiddies mussten wohl alle ins Bett Cool. Nummer drei waren Achtung Rakete aus Villingen. Und die sind ein echter Geheimtipp! Surf-Rock haben sie gespielt (hab ich mir sagen lassen) und das ist nicht nur gut tanzbar sonder hört sich einfach Klasse an. Wer sich darunter (wie ich zuvor) nichts vorstellen, der denke an einen Quentin Tarantino Film (z.B. Desperado) und die passende Musik dazu. Dann kommt das in etwa hin. Den Anschluss bildeten The Skogs aus Konstanz, wiederum Indie Rock. Gewählt wurden am Ende Better Than Chocolat (dank der zahlreichen Anhängerschaft) und Achtung Rakete.