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Nato-Gipfel in Baden-Baden

Aktualisiert (Samstag, 13. Juni 2009 um 00:03 Uhr) Freitag, 03. April 2009 um 13:19 Uhr

Am Freitag, 03.04.2009, war es dann endlich soweit. Nach langer Vorbereiten ging es los zum Nato-Gipfel nach Baden-Baden. Warum die Konstanzer Feuerwehr dort auch ihre Finger im Spiel hat? In Konstanz steht einer der 44 ABC-Erkunder in Baden-Württemberg. Da man bei so einem Gipfeltreffen mit viel Prominenz mit allem rechnen muss, wurden für die zwei Tage (Freitag in Baden-Baden, Samstag in Kehl) je drei ABC-Erkunder der ATF, der analytischen Task Force des Bundes, zur Seite gestellt. Im Falle, dass der Verdacht besteht, das bei den Demonstrationen gefährliche Stoffe aller Art mit im Spiel sind, wären unsere Aufgabe gewesen, Proben zu nehmen und in der entsprechenden Gegend Messungen vorzunehmen.

Los ging es um 5 Uhr, Fahrtrichtung Feuerwache Rastatt. Dort trafen sich die für Freitag eingeteilten Erkunder mit der Task Force, die dort schon einen Tag vorher ihr Lager aufgeschlagen hatte. Nach kurzem Briefing um 8 Uhr ging es dann auch schon weiter nach Baden-Baden mit kurzem Zwischenstopp im Bereitstellungsraum in Gaggenau um überflüssige Sachen abzuladen. Die Fahrt nach und durch Baden-Baden zu unserem Einsatzort, dem örtlichen THW, war schon sehr interessant. Vor allem rund um die Bundesstraße 500 war es sehr gespenstisch. Keine Menschenseele zu sehen, nur Polizei, Polizei und nochmal Polizei. Die Bundesstraße, sonst um diese Zeit staugeplagt, komplett leer (Bilder gibt es leider keine, ich musste fahren). Beim THW angekommen begann dann der langweiligere Teil des Tages: Warten. Stündlich gab es Abfragen über Funk und Handy, sowie die Kontrolle der GPS-Koordinaten. Es bestand nämlich die Befürchtung, dass sog. Jammer eingesetzt werden, um Funk und Navigationsystem zu stören. In diesem Fall wären alle Erkunder zum Standort der Task Force zusammengezogen worden. Ist dann aber doch nicht passiert.

Beim THW standen nicht nur wir herum, sondern auch viele andere Leute, Rotes Kreuz, Polizei (welche Wunder) und sogar Feuerwehr aus dem Bayerischen. Das einzige was wir von der ganzen Veranstaltung mitbekamen, war eine Mini-Demo auf einer Straße in der Nähe. Beäugt von viel Polizei und uns wartenden Freiwilligen. Außerdem fuhr auf der Bundesstraßenbrücke über uns des öfteren ein Konvoi mit wichtigen Leuten hinweg. Die Kollegen vom THW hatten wenigstens etwas mehr Abwechslung als wir, als ein Trafohäuschen in der Nähe eines Polizeilagers den Geist aufgab, mussten sie mit einem mobilen Generator abrücken. Der ganze Spaß ging bis kurz nach 23 Uhr, dann durften wir unseren Standort verlassen und in den Bereitstellungsraum nach Gaggenau fahren um die Nachruhe anzutreten. Wir waren die letzten, die dort eintrafen, deswegen schliefen alle anderen schon. Bei rund 250 Leuten in einer Halle kann man sich das Schnarchkonzert, das dort herrschte sicher bestens vorstellen. Und nicht nur, dass der Geräuschpegel beim Einschlafen störte, um 4:30 musste ein Großteil der Mannschaft planmäßig abrücken und haben - natürlich - keine Rücksicht auf den Rest genommen. Um 7 Uhr war die Nacht dann aber eh vorbei. Nach einem Frühstück und einem kurzen Telefonat mit unserer Einsatzabschnittsleitung durften wir um 9 Uhr dann den Heimweg antreten.