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Eine Zugfahrt...

Aktualisiert (Dienstag, 30. November 1999 um 02:00 Uhr) Montag, 17. August 2009 um 21:52 Uhr

... die ist lustig. Aber nur, wenn man nicht das Rad dabei hat. Es ging schon früh morgens um kurz nach acht los, da rief mich mein Chauffeur krächzend an, er sei krank und kann mich deswegen nicht nach Zürich fahren (gute Besserung an der Stelle). Dummerweise ein paar Minuten zu spät, so dass ich dann erst um 10 aus Konstanz losfahren konnte und nicht wie geplant um 10 in Zürich einsteigen. Aber da kann er ja nichts dafür. Hat dann aber gut geklappt, auch wenn schwerer Koffer und Rad zusammen ziemlich mühsam ist. Der nächste Aha-Effekt kam dann in Erstfeld, als ich vom Zug in den Bus steigen wollte. Da hat mich der Busfahrer freundlich aber sehr bestimmt darauf hingewiesen, dass er keine Räder mitnehmen kann. Da frag ich mich dann allerdings, warum mir die SBB bei expliziter Angabe von "Velomitnahme" genau diese Route vorschlägt. Und vor allem, wie komme ich jetzt mit Rad und Koffer nach Wassen? Nach einem kurzen Interview des Bahnhofchefs (übrigens auch sehr freundlich) die Lösung: weiter mit dem Zug - natürlich erst knapp eine Stunde später - bis nach Göschenen, den Koffer dort im Bahnhof deponieren, mit dem Rad nach Wassen, mit dem Bus ohne Rad wieder nach Göschenen, den Koffer abholen und mit dem Bus wieder zurück. Aha. Nach der Schilderung des Problems in Göschenen hat dann der (ebenfalls sehr nette) Bahnmensch dort, den Busfahrer gefragt, ob er denn nicht nur den Koffer nach Wassen fahren kann und ich mit dem Rad vorneweg. Klar geht das und so waren dann nach knapp sechs Stunden fahren und warten der Koffer, mein Rad und ich endlich am Zielort. Deswegen fiel dann die Wanderung durch Gotthardtal etwas kürzer aus.
Hm, jetzt regnet es gerade...